Aktuelles
Auslobung Bauherrenpreis 2012
Wettbewerb für Bauherrinen und Bauherren
Das Land Bremen, vertreten durch den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr schreibt im Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Bremen zum dritten Mal den „Bauherrenpreis – Bremer Landespreis für vorbildlichen Wohnungsbau“ aus. Ziel des Preises ist es, das Engagement der bremischen Bauherrinnen und Bauherren zu würdigen und der Öffentlichkeit vorzustellen.Im Jahr 2012 steht der Bauherrenpreis unter dem Motto: Dem Wohnen Raum geben – Bauten und Initiativen in Bremen und Bremerhaven
Zur Bewerbung eingeladen sind alle Bauherrinnen und Bauherren sowie deren Architektinnen und Architekten, die Baumaßnahmen in den Städten Bremen und Bremerhaven mit baukulturellem Anspruch realisiert haben. Ausgezeichnet werden Bauten und Anlagen in Bremen und Bremerhaven, die vorbildhaft eines oder mehrere der Auswahlkriterien umsetzen. Neben der Bewertung der gestalterischen Qualität fließen weitere Kriterien in die Entscheidungsfindung ein, wie beispielsweise der Einsatz innovativer Gebäude- und Anlagentechnik oder die planerische Prozessqualität unter sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten. Keine Einschränkung besteht hinsichtlich des Umfangs der Baumaßnahme. Eingereicht werden können Bauten und Anlagen, die im Jahr 2008 oder später fertig gestellt worden sind.
Mehr auf www.bauherrenpreis-bremen.de
Wolf Albusberger ist Energie Experte 2011
Notendurchschnitt 1,16
Einmal im Jahr wird unter allen Energie Experten der Energie Experte des Jahres gekürt. Die Jury dafür sind die Menschen, die es am besten beurteilen können: die Kunden. Sie gaben Wolf Albusberger für das letzte Jahr die besten Bewertungen. Den zweiten Platz belegt die Firma Bremer Holzbau GmbH, knapp dahinter folgt Zimmerei & Bedachung Frank Bandorski.
Zwanzig Jahre Erfahrung als Tischlermeister und einen Blick für das Gebäude als Ganzes bringt Albusberger mit, wenn er zu einem Kunden nach Hause kommt. Mit einer Bautischlerei- und Möbelwerkstatt hat er 1991 seinen Werdegang begonnen, vor acht Jahren hat er sich dann auf den Handel und die Montage von Türen und Fenstern spezialisiert – eine zentrale Dienstleistung für den Wärmeschutz von Gebäuden, denn über Fenster und Türen geht häufig Wärme verloren. „Ich baue ausschließlich Fenster und Türen aus Holz ein und verwende dabei möglichst ökologische Materialien“, berichtet Albusberger aus seinem Berufsalltag. Außerdem ist dem Tischlermeister nicht nur die energieeffizienteste Lösung wichtig, sondern er achtet auch darauf, dass bei neuen Fenstern der Charakter des Hauses bewahrt bleibt.
Über einen Feedbackbogen können Kunden, die einen der Energie Experten beauftragt haben, ihr Urteil über dessen Leistung fällen. Albusberger erhielt bei seinen Aufträgen der vergangenen zwölf Monate die Durchschnittsnote 1,16. Auf die Frage, wie er wohl zu solch guten Bewertungen gekommen ist, antwortet Albusberger: „Mein Ziel ist es, für meine Kunden immer mit der gleichen Aufmerksamkeit zu planen und auszuführen, als täte ich es für mein eigenes Haus.
2009 ist der 55-Jährige Mitglied bei den Energie Experten geworden. „Meine Intention war es, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, mich stetig weiterzubilden und mit anderen Experten hocheffiziente Sanierungen und Neubauten umzusetzen“, berichtet Albusberger.

Energie Experten sind bei den 6. Bremer Altbautage dabei
Vielseitige Informationen rund ums energiesparende Bauen und Wohnen
Hausbesitzer und Bauinteressierte sollten sich den 20. bis 22. Januar 2012 im Kalender vormerken: Dann finden zum sechsten Mal die Bremer Altbautage statt – aufgrund des Erfolges im letzten Jahr wieder zeitgleich zur hanseBAU. Bei den Altbautagen, die von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens in Halle 7 organisiert werden, dreht sich alles um weniger Energieverbrauch im eigenen Zuhause, mehr Wohnkomfort und erfolgreichen Klimaschutz.
Welche Maßnahmen sind bei einer Altbaumodernisierung möglich? Welche Trends gibt es beim nachhaltigen Bauen? Mit welchen Kosten muss ich rechnen? Zwischen welchen Materialien kann ich wählen? Wo erhalte ich neutrale Informationen? Darüber informieren mehr als 100 Aussteller, durchweg Fachleute für energieeffiziente Gebäudemodernisierung. Auch die Energie Experten sind vor Ort und stellen das Netzwerk sowie ihre einzelnen Dienstleistungen und Produkte vor.
Weitere Informationen sowie das Vortragsprogramme finden Sie auf www.bremer-altbautage.de.
6. Bremer Altbautage & hanseBAU20. bis 22. Januar 2012, 10 bis 18 Uhr Halle 5,6 und 7, Messe Bremen – Bürgerweide Regulärer Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Feierabendticket ab 15 Uhr 5 Euro Kinder bis 12 Jahre erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.
"Taten statt Warten": 181 Gebäudeenergie-Checks links der Weser
"Taten statt Warten" links der Weser erfolgreich beendet
Energie Experten führten 181 Gebäudeenergie-Checks durch
Die Stadtteilkampagne „Taten statt Warten“ hat von September bis November dieses Jahres für zahlreiche Aha-Effekte bei Hausbesitzern in Woltmershausen, Obervieland und der Neustadt gesorgt: 15 Energie-Experten waren in dieser Zeit links der Weser unterwegs, um mithilfe von geförderten Gebäudeenergie-Checks den Sanierungsbedarf von Altbauten aufzudecken. 181 Hausbesitzer haben das Angebot genutzt und wissen nun, welche Möglichkeiten des Energiesparens in ihrem Zuhause schlummern. Damit wurde die Anzahl der Gebäudeenergie-Checks der vergangenen Stadtteilkampagnen im Bremer Norden und Westen übertroffen.
Die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens, Organisator der Kampagne, freut sich über dieses Ergebnis: „Es ist uns in 181 Fällen gelungen, neue Impulse für besseren Wärmeschutz und damit für mehr Klimaschutz zu setzen“, resümiert energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl. „Ein gutes Drittel des CO2-Ausstoßes wird durch Heizenergie in Gebäuden verursacht. Um die Klimaschutzziele bis 2020 bzw. 2050 zu erreichen, müssen möglichst viele Gebäude modernisiert werden. Unsere Kampagne ist ein sinnvoller Weg, Hausbesitzern die notwendigen Informationen dafür zu vermitteln“. Insgesamt wurden im Rahmen von „Taten statt Warten“ bislang 451 Gebäudeenergie-Checks durchgeführt. Im März geht das Projekt in die vierte Runde: Dann haben Hauseigentümer in Bremen-Mitte und der Östlichen Vorstadt zwei Monate lang die Gelegenheit, die Qualität ihres Gebäudes durch einen neutralen Energieberater beurteilen zu lassen.
Preis "Innovatives Handwerk 2011" geht an Energie Experte Jens Bergmann
Energie Experte mit Preis "Innovatives Handwerk 2011" ausgezeichnet
Jens Bergmann installierte thermische Solaranlage in Bosnien-Herzegowina
Technische Neuentwicklungen, wie zum Beispiel thermische Solaranlagen haben es Jens Bergmann seit Beginn seiner Berufslaufbahn als Gas- und Wasserinstallateur angetan. Der Handwerksmeister und Gründer der Firma Bergmann GmbH schätzt, dass er in den vergangenen fünfzehn Jahren über 100 Hauseigentümer mit dieser kostengünstigen und umweltschonenden Warmwasserbereitung versorgt hat. Die Anlagen laufen in Bremen und im Umland – aber auch im 1.100 Kilometer entfernten Banja Luka.
Für das außergewöhnliche Projekt erhielt der 47-Jährige beim 45. Mahl des Handwerks am 1. November den Preis „Innovatives Handwerk 2011“, eine gemeinsame Auszeichnung der Sparkasse Bremen und der Handwerkskammer Bremen. Bergmann gewann den Preis in der Kategorie „Innovative Technik“.
Aufwendige Projektplanung
Den Anstoß, das Altenheim der Caritas im Norden von Bosnien-Herzegowina mit einer thermischen Solaranlage auszustatten, gab das Ingenieurbüro UTEC in der Bremer Überseestadt. Das Projekt, mit dem die Betriebskosten des Altenheims gesenkt werden sollten, wurde zum überwiegenden Teil von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziert. Ein Jahr lang haben Jens Bergmann und das Büro den Ablauf geplant und alle Eventualitäten bedacht, um die fachgerechte Montage in der ehemaligen Krisenregion abzusichern.
Herausforderungen in Bosnien-Herzegowina
Im September 2010 war es dann soweit: Die technischen Materialien wurden von einer Spedition nach Banja Luka gebracht und die Fachleute reisten hinterher. Jens Bergmann, ein Geselle und ein Auszubildender waren eine Woche lang damit beschäftigt, die 45 Quadratmeter große Solaranlage an die Giebelwand des Altenheims zu montieren.
„Es war auch eine abenteuerliche Aktion“, sagt Bergmann heute. „Nicht die Technik, sondern die Rahmenbedingungen haben uns herausgefordert.“ So gab es Probleme bei der Einreise, auch der Kontakt mit den einheimischen Gerüstbauern gestaltete sich schwierig. Zudem mussten die drei Männer mit unvermuteten Eindrücken zurechtkommen: Einschusslöcher in den Häusern, Korruption und eine verarmte Bevölkerung bei einer Arbeitslosenquote von 40 Prozent. „Der Krieg ist einem unheimlich nahe“, erzählt der Handwerksmeister, „die Problematik, die man nur vom Fernsehen her kennt, gehört plötzlich zum Alltag. Man muss sich vorstellen, dass nur wenige hundert Kilometer von Banja Luka entfernt Urlauber in der Sonne liegen.“
Fazit: Eine gelungene Sache
Trotzdem erinnert er sich gerne an die Ausnahmebaustelle: „Die Beteiligten im Altenheim der Caritas waren sehr nett. Sie haben sich über alle Maßen gefreut, dass wir die Anlage installiert haben. Es sind richtig gute Kontakte entstanden.“ Mit dem Hausmeister telefoniert Bergmann noch heute und erkundigt sich, ob die Solaranlage weiterhin problemlos läuft. „Ich würde die Aktion jederzeit wiederholen“, resümiert der Firmeninhaber, „wir stufen hier vieles als selbstverständlich ein, was in anderen Ländern gar nicht selbstverständlich ist. In Banja Luka kommt man schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.“
300 Besucher beim diesjährigen Bremer Hausbesichtigungstag
„Sie kamen mit vielen Fragen“
300 Besucher beim diesjährigen Bremer Hausbesichtigungstag
Bremen, 31. Oktober 2011. Es gibt sie doch – Bremer Hauseigentümer, die ihr Zuhause energiesparend modernisieren möchten und sich intensiv mit der Planung dafür beschäftigen. Das ist das Ergebnis des 5. Bremer Hausbesichtigungstages, der am gestrigen Sonntag stattgefunden hat. Rund 300 Besucher nutzten eine der insgesamt 48 Führungen durch unterschiedliche Bremer Häuser, die in Sachen Energieverbrauch vorbildlich sind. Einige von ihnen nahmen die Chance sogar mehrfach wahr und waren in zwei oder drei Objekten zu Gast.
Wolfgang Thesing ist einer der Energie Experten, die den Hausbesichtigungstag organisiert hatten. Er zeigte gestern anhand eines Objektes im Ostertor, welche Maßnahmen in einem Altbremer Haus umgesetzt werden können, um weniger Energie zu verbrauchen. „Die Bremerinnen und Bremer, die bei meinen Führungen dabei waren, kamen mit vielen Fragen zu ihrem eigenen Haus“, berichtet Thesing. „Die meisten hatten sich bereits über Finanzierungen, technische Möglichkeiten und Vorgaben informiert, wünschten sich aber einen abschließenden Tipp vom Fachmann. Die Möglichkeit des persönlichen Gespräches ist der häufigste Grund, warum Menschen beim Hausbesichtigungstag dabei sind“.
Eine andere Motivation ist, Haustypen kennenlernen zu wollen, die einen neuen Trend abbilden und noch selten im Stadtbild zu sehen sind. Auch dieses Bedürfnis konnte der 5. Bremer Hausbesichtigungstag befriedigen. Energie Experte Martin Kahrs hat ein zukunftsweisendes Gebäude jüngst als Architekt geplant und im Bau begleitet. Auf dem Stadtwerder, direkt neben der Umgedrehten Kommode, konnte das Ergebnis gestern unter die Lupe genommen werden: ein dreigeschossiges Wohnhaus in Holzrahmenbauweise mit Wärmepumpe, Lüftungsanlage und Photovoltaik-Anlage.
Neben den Objekten von Thesing und Kahrs erfuhren auch alle anderen zehn Häuser eine gute Nachfrage, daher ist auch für nächstes Jahr ein Hausbesichtigungstag geplant. „Die Veranstaltung ist gleichbleibend gut besucht“, bilanziert Martin Grocholl, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur energiekonsens. „Daran wird deutlich, dass es viele modernisierungswillige Bremerinnen und Bremer gibt, die Antworten auf ihre Fragen suchen. Wir wollen sie ihnen geben.“
Informationen zu den Energie Experten: www.energie-experten.net.
5. Bremer Hausbesichtigungstag am 30. Oktober
Modernisierungserfahrungen aus erster Hand
Beim Hausbesichtigungstag 2011 zeigen Eigentümer, Planer und Handwerker konkrete Baumaßnahmen zum Energiesparen
Theoretische Informationen aus dem Internet, Materialbeispiele im Baumarkt, Berichte im Fernsehen – das alles kann durchaus helfen, eine Modernisierung für besseren Wärmeschutz und mehr Wohnkomfort zu planen. Doch am erkenntnisreichsten sind Erfahrungswerte von Hausbesitzern, die in und an ihrem Gebäude bereits energiesparende Maßnahmen umgesetzt haben. Sie können aus der Praxis berichten, welche Bauschritte wieviel Zeit und Geld benötigten, welche Verbesserungen erreicht wurden, welche Dienstleister besonders zuverlässig gearbeitet haben und vielleicht auch, was sie nächstes Mal bei der Organisation anders machen würden. Das sind wertvolle Tipps aus erster Hand. Die Gelegenheit, vorbildlich sanierte Gebäude kostenlos zu erkunden und vor Ort mit den Eigentümern und beteiligten Energieberatern zu sprechen, bietet der „Bremer Hausbesichtigungstag“. Er findet am nächsten Sonntag, 30. Oktober, zum fünften Mal statt.
Insgesamt zwölf Gebäude in verschiedenen Bremer Stadtteilen öffnen von 14 Uhr bis 18 Uhr ihre Türen. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind in Hinblick auf ihren Energieverbrauch Vorzeigeobjekte, von denen man sich einiges abschauen kann. Ein Neustädter Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1908, das den Effizienzhaus-Standard 130 erreicht, ist ebenso dabei wie ein Einfamilienhaus aus den 50er Jahren , das durch eine Modernisierung nun 78 % weniger Energie benötigt. Die Umstellung von einer Öl- auf eine Pelletheizung kann währenddessen in Habenhausen, eine Dachsanierung und –erweiterung in Hemelingen begutachtet werden. Im Ostertorviertel ist es möglich, eine energetische Modernisierung im Verlauf zu begutachten, dort ist ein Gebäude noch im Umbau begriffen. Die Bandbreite der Maßnahmen und Gebäudetypen beim Hausbesichtigungstag ist groß (siehe Übersicht auf der nächsten Seite), für jedes Interesse ist etwas dabei.
Wer am Hausbesichtigungstag als Besucher dabei ist, erhält bei einem Rundgang durch das jeweilige Haus einen Überblick, welche Maßnahmen umgesetzt wurden. Während der Führung berichtet darüber aber nicht nur der Gebäudebesitzer, sondern auch der von ihm beauftrage Planer und die beteiligten Handwerker. Auf diese Weise können wirklich alle Fragen der Besucher beantwortet werden. Die Rundgänge starten zwischen 14 Uhr und 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde und dauern ungefähr eine Stunde.
So können Sie dabei sein
Die Teilnahme an Hausbesichtigungstag 2011 ist kostenlos und für jedermann möglich. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich, damit die Besuchergruppen einzelner Termine nicht zu groß werden. Sichern Sie sich Ihren Platz ganz einfach durch einen Anruf bei energiekonsens: Telefon 0421 37 66 71 0. Bei der Anmeldung erhalten Sie die dann auch die genaue Adresse des Besichtigungsobjektes.
Stadtteilkampagne für den Bremer Süden
Infoveranstaltungen und Gebäude-Energiechecks vom 12.9. bis 18.11.
Nach den erfolgreichen Aktionen im Bremer Westen und Norden plant BREMER MODERNISIEREN nun auch für den Bereich Links der Weser eine Quartierskampagne. Vom 12. September bis zum 18. November 2011 wird es im Bremer Süden Aktionsstände, Infoveranstaltungen und die beliebten Gebäudeenergie-Checks geben. Besitzer von Altbauten können sich auf niedrigschwellige Weise mit dem wichtigen Thema Modernisierung vertraut machen und Fachleuten ihre Fragen stellen.Details und Termine zur Stadtteilkampagne Links der Weser werden zeitnah über die lokale Presse und über die BREMER MODERNISIEREN Homepage bekanntgegeben.
Positive Bilanz der Stadtteilkampagne in Bremen-Nord
Über 170 Gebäudeenergiechecks bei Quartiersaktion durchgeführt
Über 170 Nordbremer wissen nun, welche Modernisierungspotenziale in ihren Häusern schlummern. Sieben Energie Experten waren von Mitte März bis Ende Mai unterwegs, um mithilfe von Gebäudeenergie-Checks den Sanierungsbedarf von Altbauten aufzudecken. Aktionsstände, Fachvorträge, Pressearbeit und ein Hausbesichtigungstag flankierten die Kampagne. Zudem gab es unter den Titeln „Dämmerschoppen“ und „Modernisierungstreff“ spezielle Vortragsangebote für Kleingruppen. Schon jetzt hat die Initialberatung in etwa 20 Fällen zu einer anschließenden umfangreichen Gebäudeenergiebratung beziehungsweise zu konkreten baulichen Maßnahmen geführt. Unterstützt wurde die Kampagne von den drei Bremen-Norder Ortsämtern und Haus & Grund Bremen-Nord (siehe Bild). Beim Gebäudeenergie-Check gab es eine Kooperation mit der Kampagne Haus sanieren-profitieren der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.„Mit unserer Kampagne Bremer Modernisieren in Bremen-Nord ist es uns gelungen, neue Impulse für Energieeffizienz und Klimaschutz zu setzen. Die hohe Anzahl durchgeführter Gebäudeenergie-Checks beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl und freut sich über den Erfolg. Damit ist BREMER MODERNISIEREN aber keineswegs abgeschlossen. Die Karawane zieht weiter und macht im Herbst zweieinhalb Monate lang in der Neustadt und Woltmershausen halt.
Riesiges Sparpotenzial in Privathäusern
Verbrauch wäre um die Jahresstrommenge dreier Kraftwerke reduzierbar
Das Sparpotenzial in den deutschen Privathaushalten liegt laut co2online bei 24 Milliarden Kilowattstunden und enstpricht damit der Jahresstrommenge von drei Atomkraftwerken. Das Einsparpotenzial im privaten Bereich ist also extrem hoch. Wer jetzt handeln möchte (zum Beispiel durch Dämmung oder durch den Austausch einer Heizungspumpe), findet Tipps im 10-Punkte-Sofortprogramm unter www.klima-sucht-schutz.de.Quelle: co2online
Neuer Energie Experten-Beirat gewählt
- Energieberatung: Elke Colberg, Ingenieurbüro für Energieberatung
- Planung: Stefan Koerbel, G91 Architektur + Energieberatung
- Gebäudehülle: Thomas Feischen, Ventimola GmbH & Co. Dämmtechnik KG
- Gebäudetechnik: Torsten Gerken, Hasch & Co KG
- Qualitätssicherung: Uwe Niemeyer, Niemeyer Immobilien- und Sachverständigenbüro
Energie Experte des Jahres
Kunden, die auf vorgefertigten Formularen ihre Energie Experten nach getaner Arbeit beurteilen, haben die Chance etwas zu gewinnen. Bauherr Gunther Rossbach (Kunde der Fa. Zimmerei Bremer Holzbau GmbH) kann sich über einen Wochenend-Urlaub auf einer Nordseeinsel für zwei Personen freuen. Drei weitere Kunden der Energie Experten haben je zwei Karten für einen Besuch im Klimahaus BHV gewonnen. Insgesamt haben 160 Kunden im Jahr 2010 ihre Rückmeldungen abgegeben.
Das Frühjahr zum Sanieren nutzen
Heizkosten sind laut dena im Jahr 2010 um bis zu 40 Prozent gestiegen
In vielen deutschen Haushalten sind die Heizkosten im Jahr 2010 stark gestiegen, meldet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). Je nach eingesetztem Energieträger, mussten die Bewohner laut dena-Berechnungen um bis zu 40 Prozent mehr zahlen. Schuld waren der harte Winter und gestiegene Energiepreise. In einem unsanierten Einfamilienhaus fielen der dena zufolge im Jahr 2010 Heizkosten von bis zu 2.800 Euro an*. Daher raten die Experten, den Frühjahrsbeginn zur energetischen Modernisierung zu nutzen."Hausbesitzer, die ihre Häuser ohnehin aus technischen Gründen modernisieren müssen, sollten diese Chance nutzen, um energetische Sanierungsmaßnahmen gleich mit umzusetzen", rät dena-Bereichsleiter Christian Stolte. Soll beispielsweise die Fassade erneuert werden, bietet es sich an, gleichzeitig zu dämmen. Das Gerüst muss dann nur einmal aufgestellt werden. Neben sinkenden Heizkosten bringt eine umfassende Sanierung weitere Vorteile. "Wärmere Wände sorgen dafür, dass Räume nicht mehr so schnell auskühlen. Durch das verbesserte Raumklima erhöht sich der Wohnkomfort. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilie", so Stolte weiter.
Grundsätzlich ist bei einer Sanierung die Komplettlösung der effizienteste Weg, weil dann alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden können. Wird das Haus gut gedämmt und werden die Fenster erneuert, reicht schon eine kleine Heizung mit erneuerbaren Energien, um den verbleibenden Energiebedarf zu decken. Aber auch eine schrittweise Sanierung macht sich bezahlt.
*Annahme: Einfamilienhaus, Wohnfläche von 150 m², mittlerer Endenergieverbrauch von ca. 4000 Litern Heizöl (40.000 kWh), Heizölpreis: 2009 = 5,3 Cent/kWh, 2010 = 6,5 Cent/kWh, Mehrverbrauch Heizöl 2010 im Vergleich zu 2009: rund 600 Liter
Quelle: dena
Verbesserte Förderkonditionen für erneuerbare Energien
Neue Richtlinie soll Wärmemarkt ankurbeln
Um mehr Dynamik in den Wärmemarkt der erneuerbaren Energien zu bringen, verstärkt das Bundesumweltministerium ab sofort seine Aktivitäten bei der Förderung dieser klimafreundlichen Art der Wärmeerzeugung. Mit den kürzlich in Kraft getretenen neuen Richtlinien zum Marktanreizprogramm gilt jetzt:I. Solarkollektoren:
1. (Befristete) Erhöhung der Basisförderung für Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung auf 120 Euro / Quadratmeter (m2 ) bis 30. Dezember 2011; danach beträgt die Förderung wieder 90 Euro/m² .
2. Der bisher befristete Kesseltauschbonus (Bonus für den zusätzlichen Austausch eines alten Heizkessels ohne Brennwertnutzung gegen einen neuen Brennwertkessel) wird unbefristet verlängert, aber degressiv ausgestaltet. Der Bonus beträgt 600 Euro (früher 400 Euro) bis zum 30. Dezember 2011, danach 500 Euro.
3. Der Kombinationsbonus für Solarthermie plus Wärmepumpe oder Solarthermie plus Biomasse beträgt ebenfalls 600 Euro (früher 500 Euro) bis 30. Dezember 2011, danach 500 Euro.
II. Biomassekessel:
1. Wiedereinführung der Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln. Diese müssen als Fördervoraussetzung einen besonders niedrigen Staubemissionswert von maximal 15 Milligramm pro Kubikmeter (mg/m3 ,früher 50 mg/m3) einhalten. Dieser Wert lehnt sich an die erst ab 2017 geltenden Emissionsgrenzwerte nach der Stufe 2 der 1. BImSchV an. Die Förderung beträgt pauschal 1.000 Euro.
2. Alle bisherigen Förderungen bei Pellet-Öfen mit Wassertasche, Pellet-Kesseln (auch Kombinationskessel) und Holzhackschnitzelanlagen bleiben unverändert.
III. Wärmepumpen:
1. Die technischen Förderanforderungen wurden überarbeitet. Die geforderten Jahresarbeitszahlen wurden abgesenkt.
2. Die Förderung für Wärmepumpen wird auf einen anderen Bemessungsmaßstab umgestellt (statt früher Wohnfläche jetzt auf Wärmeleistung). Das bisherige Förderniveau bleibt in etwa erhalten.
IV. KfW-Förderung:
1. Große Wärmepumpen werden neu in die KfW-Förderung aufgenommen.
2. Wegfall der Förderung für Biogasleitungen.
3. Fortführung der Ende 2010 ausgelaufenen Förderung für kleine Biogasaufbereitungsanlagen.
Quelle: Bundesumweltministerium
Neue Kennzeichnungspflicht für Bauprodukte kommt
Ab 2013 müssen gefährliche Stoffe deklariert werden
Ab 2013 wird es europäische Mindestschutzniveaus für Bauprodukte geben. Wie das Umweltbundesamt meldet, ist eine neue EU-Verordnung für die Vermarktung von Bauprodukten geplant. Ab Juli 2013 müssen Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung über eine Stoffdeklaration verfügen, die besonders besorgniserregende Stoffe ausweist. Die neuen Regeln gelten dann für alle im Binnenmarkt gehandelten Bauprodukte; zum Beispiel Teppichböden, Tapeten oder Betonfertigteile.
Mit der Verordnung hat die Europäische Kommission neue Befugnisse bekommen: Sie kann zum Beispiel Schwellenwerte für gefährliche Stoffe festlegen, die aus Bauprodukten in Innenraumluft, Boden oder Gewässer entweichen können oder Emissionsklassen für verschiedene Gebäudetypen auf einem hohen Schutzniveau festlegen. Mit diesen Angaben können Architekten zum Beispiel einschätzen, ob und wie flüchtige organische Verbindungen (VOC) aus Bauprodukten in Innenräume emittieren.
Weitere Informationen zum Beschluss des Rats der Europäischen Union: www.consilium.europa.eu/App/openDebates/default.aspx?debateid=1260&lang=de&id=1105
Quelle: Umweltbundesamt
Erfolgreiche Premiere
Erfolgreiche Premiere
1. Bremerhavener Hausbesichtigungstag zog viel Publikum an
Ein voller Erfolg war der 1. Bremerhavener Hausbesichtigungstag: 76 Modernisierungsinteressierte nutzten die Gelegenheit, die drei vorbildlich sanierten Immobilien zu erkunden. Besonders großen Andrang verzeichnete das Haus in Bremerhaven-Speckenbüttel, bei dem die Plätze schon früh ausgebucht waren. Unter den Teilnehmern befanden sich viele Bremerhavener, die bereits Altbaubesitzer sind und mit dem Gedanken spielen, ihr Eigenheim energetisch zu sanieren.Sie erfuhren von Hausbesitzern interessante Details zu den modernisierten Gebäuden und konnten Kontakte zu den Fachbetrieben knüpfen. Wegen des großen Erfolges will die Klimaschutzagentur energiekonsens auch 2012 wieder einen Hausbesichtigungstag in der Seestadt veranstalten.
Energie Experten zu Gast auf neuer Messe
"hanseBAU" findet vom 15. bis 17. Januar stattDie Energie Experten und die Altbauinitiative Bremer Modernisieren präsentieren sich auf der hanseBAU 2010 mit einem Stand. Dort können die Messebesucher alles zum Leistungsspektrum der beiden Initiativen der Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens erfahren und Infomaterial erhalten. Die hanseBAU ist eine neue Baufachausstellung für Nordwestdeutschland. Erwartet werden laut Veranstalter rund 120 Aussteller aus allen bauspezifischen Gewerken.
Die Messe findet von Freitag, 15. Januar, bis Sonntag, 17. Januar, jeweils von 10-18 Uhr in der Messe Bremen in den Hallen 6 und 7 statt. Die Energie Experten sind in Halle 6, Stand 6 C 50 anzutreffen; dort präsentieren sich 16 Mitglieder des Netzwerkes. Der Stand von Bremer Modernisieren befindet sich in Halle 6, Stand 6 D 51.
Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 6 Euro (ermäßigt 5 Euro) pro Tag.
Weitere Informationen zur hanseBAU gibt es auf der Seite www.hansebau-bremen.de.
Bremer Immobilientage 2010
27./28. Februar 2010
Die jährliche Veranstaltung der Sparkasse Bremen widmet sich den Themen Bauen, Kaufen, Modernisieren und Finanzieren. Auch in diesem Jahr sind die Altbauinitiative BREMER MODERNISIEREN und das Qualitätsnetzwerk "Energie Experten" wieder mit einem Gemeinschaftsstand auf der Messe vertreten. Dort beraten die Fachleute zu Themen wie Heizungssanierung, Dämmung, Fenster- und Türenaustausch.
Uhrzeit: jeweils 10-17 Uhr
Ort: Finanzzentrum der Sparkasse Bremen, Am Brill
Anmeldung: nicht erforderlich
Eintritt frei
BreNor Messe 2010
In Bremen-Blumenthal herrscht Frühlingserwachen, wenn die Gewerbeschau „BreNor ihre Pforten für das interessierte Publikum öffnet.Jedes Jahr kommen zwischen 25.000 - 30.000 Besucher aus nah und fern, um sich bei den über 150 Ausstellern zu informieren und um das ein oder andere Fachgespräch zu führen. Seit 1995 organisiert die Großmarkt Bremen GmbH im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsrat Bremen-Nord e.V. die erfolgreiche Gewerbeschau in Bremen-Blumenthal. Die BreNor findet auf dem Gelände Ecke Ermlandstraße/Kreinsloger in Bremen-Blumenthal statt. Auf einer Ausstellungsfläche von ca. 6.000 Quadratmetern in drei Zelten und dem Freigelände wird wieder ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen aus der Region angeboten werden.
Mehr Informationen unter
http://www.wir-brenor.de/brenor.htm
4. Bremer Altbautage
Die vierte Auflage der Bremer Altbautage wird am 24./25. April stattfinden. Veranstaltungsort ist wie in den Vorjahren das BLG-Forum in der Bremer Überseestadt. In der Halle, einem Zelt und im Außenbereich werden wieder rund 100 Aussteller aus den Bereichen Planung, Beratung, Handwerk, Handel und Hersteller das Thema Altbaumodernisierung umfassend beleuchten. Unter den Ausstellern sind auch etliche der Energie Experten vertreten. Fester und bewährter Bestandteil ist auch bei den 4. Bremer Altbautagen das umfangreiche Vortragsprogramm.
Mehr Informationen unter www.bremer-altbautage.de
Detaillierte Informationen zu den 4. Bremer Altbautagen gibt es außerdem im 12-seitigen Magazin, das am 18. April im „Kurier am Sonntag“ erschienen ist. Das Heft enthält unter anderem einen Standplan, die Ausstellerliste und das Vortragsprogramm. Hier gibt es das Magazin als PDF-Download:
Auszeichnung für Udo Köhler
Die 4. Bremer Altbautage waren für Udo Köhler, Inhaber des Betriebs „Innenausbau Köhler“, eine besonders erfreuliche und erfolgreiche Veranstaltung: Der Neustädter Unternehmer war nicht nur mit einem Messestand auf der gutbesuchten Veranstaltung vertreten, sondern wurde auch als „Energie Experte des Jahres“ ausgezeichnet. Dieser erstmalig vergebene Preis ist eine ganz besondere Auszeichnung. Er beruht auf der Auswertung des im vergangenen Jahr eingeführten Kundenfeedback-Systems des Qualitätsnetzwerks „Energie Experten“ der Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens. Hausbesitzer, die einen der 60 Mitgliedsbetriebe mit einer Dienstleistung auf dem Gebiet des energetischen Bauen und Sanierens beauftragen, können das Unternehmen nach getaner Arbeit bewerten. In einer Art Schulnotensystem können sie ihre Meinung mitteilen – für Bremer Energie-Konsens ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle und –sicherung.
Seit Juni 2009 haben viele Kunden der „Energie Experten“ von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Diese Rückmeldungen wurden nun ausgewertet, und die Ergebnisse zeigen: Sämtliche Mitgliedsbetriebe leisten gute bis sehr gute Arbeit. „Die meisten Betriebe haben eine 1 bis 2 bekommen“, berichtete Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens, bei der Verleihung der Auszeichnung an Udo Köhler. Letztlich schnitt der Neustädter Betrieb bei dem Kopf-an-Kopf-Rennen am besten ab: Seine Benotung liegt bei exakt 1,002.
Freudestrahlend nahm Udo Köhler am „Energie Experten“-Messestand die Glückwünsche von Umweltsenator Reinhard Loske und Cornelis Rasmussen entgegen. Die ihm überreichte Urkunde schmückte während der 4. Bremer Altbautage den Stand seiner Firma und kündete von seinem Erfolg. Der Neustädter Betrieb ist bereits seit 2007 Mitglied des Qualitätsnetzwerkes. Seine Firma bietet Leistungen wie zum Beispiel Dachausbau und Kellerdeckendämmung.
Da das Kundenfeedback-System nur durch die rege Teilnahme der Auftraggeber funktioniert, werden zur Belohnung jährlich ein Kurz-Urlaub sowie Karten für das Klimahaus in Bremerhaven verlost. Daher wurde auf den 4. Bremer Altbautagen auch an Elke Rosenbruck ein Preis überreicht. Die Bremerin, die ihr Haus modernisiert hat, nahm als zufriedene „Energie Experten“-Kundin am Kundenfeedback-System teil, indem sie den Betrieb Seidenberg benotete. Bei der Verlosung unter den Ausfüllern erhielt sie als Gewinn eine Übernachtung auf Borkum für zwei Personen. Cornelis Rasmussen betonte die Bedeutung der Rückmeldungen für das Netzwerk: „Dieser Preis ist dafür, dass Sie geholfen haben, die Energie Experten zu bewerten.“
Zur Teilnahme am Kundenfeedback-System ist die Angabe der Rechnungsnummer erforderlich. Das Ausfüllen des Bogens dauert nur wenige Minuten und ist online unter www.energie-experten.net oder per Telefon unter 0421-37 66 71-3 möglich. Bewertungskarten sind auch bei allen Partnerbetrieben der Energie Experten erhältlich.
Förderstopp aufgehoben!
Wieder Bundeszuschuss für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen
Ab sofort stehen wieder über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Bundesmittel für die Förderung von Solaranlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen zur Verfügung. Der Anfang Mai erlassene Programmstopp wurde aufgehoben, Förderanträge können ab sofort wieder gestellt werden. Die Förderung wird auf die innovativsten Technologien konzentriert, dazu zählen u. a. Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Solarkollektoren zur Kälte- und Prozesswärmeerzeugung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau. Ebenso entfällt künftig eine Förderung für bereits breit im Markt etablierte Technologien wie z. B. Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung oder solche Technologien mit einer guten Wirtschaftlichkeit, wie luftgeführter Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel und weniger effizienter Wärmepumpen.
Alle bis zur Verkündung des Programmstopps am 3. Mai 2010 beim BAFA eingegangene Anträge erhalten die volle Förderung nach den alten Konditionen. Im Zeitraum vom 4. Mai 2010 bis zum 11. Juli 2010 beim BAFA eingegangene Anträge werden abgelehnt. Für nach den neuen Förderrichtlinien förderbare Anlagen ist eine erneute Antragstellung möglich und erforderlich.
Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011.
Wege aus dem Sanierungsstau
Konferenz am 8. November zum Thema maßgeschneiderte Konzepte zur Aktivierung von Eigenheimbesitzern
21. Juli 2010
Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland liegen große Energieeinsparpotenziale brach. Mit den Meseberger Beschlüssen hat die Bundesregierung 2007 einen groß angelegten Versuch gestartet, auch die Potenziale im Gebäudebereich zu bergen. Dennoch werden weiterhin viele Sanierungsanlässe nicht zur Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung genutzt. Angesichts aktueller Mittelkürzungen der Förderprogramme stellt sich die Frage, ob die ambitionierten Klimaschutzziele noch erreicht werden können.
Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen die Instrumente des Klimaschutzes immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Hierzu will die Konferenz einen Beitrag leisten und geht folgenden Fragen nach:
- Gelingt es schnell genug, die Eigenheime energetisch fit zu machen? Müssen wir dafür eher in der Breite fördern und dabei vergleichsweise niedrige energetische Standards in Kauf nehmen oder bedarf es einer Förderung von energetisch anspruchsvollen Sanierungen auf hohem Niveau (Spitzenförderung)?
- Welche Zielgruppen unter den Eigenheimbesitzer/innen sind für das Thema Energieeffizienz besonders aufgeschlossen? Wie können diese Gruppen angesprochen werden, damit die vorhandenen Energiesparpotenziale besser erschlossen werden?
- Bedarf das Ordnungsrecht einer weiteren Anschärfung? Brauchen wir neue Finanzierungsinstrumente wie das Contracting? Sind rechtliche Vorschriften, finanzielle Anreize sowie Informations- und Beratungsangebote optimal aufeinander abgestimmt? Wie können Konzepte zur Aktivierung von Eigenheimbesitzer/innen maßgeschneidert zugeschnitten werden?
Die Konferenz richtet sich an Fachleute und Multiplikatoren aus Politik und Verwaltung, aus Unternehmen und Verbänden (z. B. Finanzierung, Energieberatung, Hersteller, Handwerk) sowie Wissenschaft und Forschung.
Die Konferenz bildet den Abschluss des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes ENEF-Haus (Energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen), in dessen Rahmen seit April 2008 der Frage nachgegangen wird, wie die energetische Sanierungsquote von Ein- und Zweifamilienhäusern erhöht werden kann. Zentrale Forschungsergebnisse umfassen eine Zielgruppenanalyse der Eigenheimbesitzer/innen, eine Analyse des wirtschaftlich aktivierbaren Sanierungspotenzials sowie eine Analyse und Empfehlungen zur Verbesserung der politischen und kommunikativen Instrumente, die auf die Sanierungsquote zielen.
Die Konferenz findet am 8. November ganztägig in der Kalkscheune, Johannisstr. 2, in Berlin statt. Weitere Informationen unter www.enef-haus.de.
27.10.2010: Der Dachausbau
Mittwoch, 27.10.2010
Der Dachausbau
Ort: bauraum Bremen e.V., Friedrich-Karl-Str. 96
Anmeldung: 0421 / 70 70 100
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Der Ausbau des Dachgeschosses bietet die Möglichkeit, kostengünstig attraktiven und begehrten Wohnraum zu schaffen. Bevor man mit dem Ausbau beginnen kann, sind jedoch einige Voruntersuchungen notwendig, um Schäden zu erkennen und zu vermeiden. Zudem müssen technische Bestimmungen und behördliche Auflagen eingehalten werden. Die Veranstaltung richtet sich an Hausbesitzer und Bauwillige, die ein Dachgeschoss ausbauen oder den bereits vorhandenen Ausbau modernisieren möchten. Neben praktischen Tipps gibt es Informationen zu Themen wie Wärmedämmung, Schallschutz, Brandschutz, Baubiologie, Baustoffen, ein wenig Bauphysik und Statik.

